Die AfD will im Plenum gegen illegale Schusswaffenkriminalität reden. Damit kennt sie sich aus, denn die AfD ist schon oft genug mit illegalem Waffenbesitz aufgefallen. Ich benenne daher mehrere Fälle gibt in denen immer wieder AfD-Mitglieder in Verbindung mit illegalen Waffenbesitz gebracht werden können – ob von Umsturzplänen von Ex-Militärs zu Kreistagsabgeordneten mit Sprengstoff im Keller. Zuerst sollte die AfD in ihren eigenen Reihen aufräumen.
Plenarprotkoll 19/88
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren!
Die AfD hat ein Problem mit illegalen Schusswaffen. Das wundert mich nicht, denn wenn sich jemand damit auskennt, dann die AfD. Beispiel gefällig? –
Dezember 2022: Bei der Gruppe Reuß werden 362 Schusswaffen, 347 Hieb- und Stichwaffen und knapp 150 000 Munitionsteile sichergestellt. Die Gruppe Reuß plante mit ehemaligen Militärs und Polizisten einen Umsturz, mittendrin im engsten Kreis eine ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete aus Berlin.
April 2023: Die ehemalige Mitarbeiterin des AfD-Abgeordneten Petr Bystron, selbst AfD-Mitglied, wird vom Amtsgericht München verurteilt, weil sie für rechte Waffenschieber eine vollautomatische Maschinenpistole zu Hause gelagert hat. Im Gesamtverfahren ging es auch um Sturmgewehre, Pumpguns, eine Kalaschnikow, zwei Dutzend Pistolen und eine Handgranate. Ein Zeuge im Verfahren sagte aus, die Waffen seien für die AfD bestimmt gewesen. Petr Bystron ist im Übrigen auch der AfD-Abgeordnete, der wohl eine fünfstellige Geldsumme aus Russland angenommen und sich dabei über die Stückelung der Scheine beschwert hat.
November 2024 und Februar 2025: Im Zuge der Ermittlungen um die selbst ernannten sächsischen Separatisten wurden Waffen und ganze Munitionslager mit bis zu 30 Kilogramm Munition gefunden. Drei Mitglieder der Gruppe waren in der AfD aktiv und für die Partei Vorstandsmitglieder oder im Stadtrat.
August 2025: Bei einer Hausdurchsuchung in Mecklenburg-Vorpommern werden Waffen und Sprengstoff gefunden. Der Besitzer ist ein AfD-Kreistagsabgeordneter.
Meine Damen und Herren von rechts außen! Wenn Sie wirklich etwas gegen Schusswaffenkriminalität tun wollen, dann fangen Sie doch am besten mal in Ihrem eigenen Laden an!
Es gibt ja auch noch genügend Abgeordnete von Ihnen mit guten Kontakten in rechtsextreme Kreise oder Bundeswehrvergangenheit. Da sollten Sie vielleicht erst mal im eigenen Keller nachschauen. Vielleicht liegt dort noch etwas herum, was Sie dort lieber nicht horten sollten.
Damit hätten Sie wirklich etwas zur Bekämpfung der illegalen Schusswaffenkriminalität getan.
– Vielen Dank!
